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KGM – das Gesamtkonzept für erfolgreiche Prävention

Gesundheit ist vielschichtig, sodass auch Gesundheitsförderung verschiedene Ebenen und unterschiedliche Lebenswelten der Menschen ansprechen sollte. Einmalige Gesundheitstage oder Ernährungskurse reichen in der Regel nicht aus, um Menschen nachhaltig zu begleiten und zu stärken. Dies äußert sich insbesondere in der sogenannten sozialen Selektion, die bei vielen Ansätzen  zu sehen ist: so werden mit herkömmlichen Präventionsangeboten häufig nur diejenigen erreicht, die ohnehin schon gesundheitsbewusst leben. Für einen umfassenden, erfolgreichen und nachhaltigen Ansatz müssen Menschen fortlaufend in ihrem Lebensraum erreicht, befähigt und aktiviert werden.

Die Kommune als zentraler Ort für Gesundheitsförderung

Entscheidend für den Erfolg ist, Bürgerinnen und Bürgern ein selbständiges und selbstbestimmtes Handeln für ihre Gesundheit zu ermöglichen. Diese Anforderung erfüllt letztendlich nur ein einziges Setting: die Kommune. Nur hier vereinen sich alle relevanten Lebensräume wie Betriebe, Kitas, Schulen, Vereine, Familien, Krankenhäuser und Pflegeheime. Der Kommune kommt demnach eine besondere Bedeutung zu. Sie ist nicht nur dafür verantwortlich, der gesundheitlichen Chancengleichheit nachzukommen, sondern wirkt beispielsweise selbst als Arbeitgeber, gesetzlicher Rahmengeber, Träger oder Partner verschiedener Lebenswelten. Mit dieser Verantwortung ist das Engagement einer Kommune wesentlich für lebensweltübergreifende Verhaltens- und Verhältnisprävention. Ebenso wichtig in jeder Kommune ist eine gut entwickelte Versorgungsstruktur, die die medizinische und rehabilitative Versorgung der Bürger*innen sicherstellt.

Für unsere Arbeit im Kommunalen Gesundheitsmanagement haben wir 10 Gebote formuliert:

  1. KGM bedeutet die Befähigung, Selbstbestimmung und die aktive Partizipation aller Akteure, die das Setting Kommune zu einem erlebbaren Lebensraum machen. Unternehmen, kommunale Verwaltung, Kita, Schulen, Vereine u. v. m.
  2. KGM heißt Aufbau von funktionierenden Netzwerken, die mittel- und langfristig entlasten.
  3. KGM ist eine Investition in die Zukunft einer jeden Kommune.
  4. KGM führt zur messbaren Steigerung der Attraktivität der Kommune und die Weiterentwicklung zu einem GREAT PLACE TO LIVE.
  5. KGM schließt das Betriebliche Gesundheitsmanagement ausdrücklich mit ein! Für uns hört Gesundheitsmanagement nicht an der Unternehmensgrenze auf.
  6. KGM versteht sich als gesamthafte Realisierung der Inhalte und Ziele des Präventionsgesetzes, welches ausdrücklich alle Lebenswelten mit einschließt.
  7. KGM ist der einzig wirklich umfassende Präventionsansatz, der die vollständige Lebensrealität aller Menschen abbildet und weiterentwickelt wird.
  8. KGM bedeutet, den Einsatz verhaltenspräventiver Angebote und verhältnispräventiver Strukturen umzusetzen.
  9. KGM ist die Bündelung und Zusammenführung bereits vorhandener Ressourcen.
  10. KGM bedeutet zwangsläufig die Einbindung aller kommunaler Ressorts wie Wirtschaft, Arbeit, Bildung, Familie, Soziales, Verkehr, Bauen, Wohnen und Stadtentwicklung.

Wir möchten nicht nur alle gesund sein, sondern auch in einer Umgebung mit gesundheitsförderlichen Rahmenbedingungen leben. Mithilfe eines Kommunalen Gesundheitsmanagements bringen wir von DSPN dies entscheidend voran und widmen uns dieser Vision gemeinsam mit unserem starken Partnernetzwerk.